
Vermögensbarometer 2026: So blicken die Menschen in NRW auf ihre Finanzen
Sicherheit ist besonders wichtig
Viele achten deshalb genau darauf, was sie ausgeben und wie sie ihr Geld anlegen. Gerade die jüngere Generation blickt dabei aber zuversichtlich nach vorn und beschäftigt sich früh damit, wie sie langfristig Vermögen aufbauen kann. Das zeigt das Vermögensbarometer 2026 „Vom Sparen zum Investieren“, die jährliche Erhebung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) zum Weltspartag.
„Die Menschen beschäftigen sich intensiv damit, wie sie finanzielle Sicherheit schaffen und zugleich für ihre Zukunft vorsorgen können“, sagt Thomas Schnabel, Leiter Kommunikation der Sparkasse Hellweg-Lippe. "Ein großer Teil bewertet die eigene finanzielle Ausgangslage weiterhin positiv. Zugleich sehen wir, dass nicht alle Menschen über die gleichen Spielräume verfügen.“ 44 Prozent der Befragten in NRW bewerten ihre gegenwärtige finanzielle Lage als gut oder sehr gut. 26 Prozent beurteilen sie als eher schlecht oder schlecht.
Bundesweit sieht es etwas schlechter aus
Bundesweit zeigt sich insgesamt ein stabiles Bild mit leichten Verschiebungen: Hier bewerten 39 Prozent der Befragten ihre finanzielle Situation als gut oder sehr gut. Gleichzeitig bleibt der Blick vieler Menschen nach vorn zuversichtlich, besonders bei den Jüngeren: Zwei Drittel der unter 30-Jährigen erwarten, dass sich ihre finanzielle Situation in den kommenden zwei Jahren verbessert.
„Das ist besonders erfreulich, weil diese Generation in einem schwierigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeld aufwächst“, sagt Thomas Schnabel. „Trotzdem blickt sie zuversichtlich nach vorn und beschäftigt sich früh mit der eigenen finanziellen Zukunft. Das ist eine gute Grundlage für langfristigen Vermögensaufbau.“
Es wird gespart
Sparen hat weiterhin einen hohen Stellenwert. Besonders junge Menschen gehen laut Erhebung dabei planvoll vor und beschäftigen sich früh mit ihrer finanziellen Zukunft. Zugleich wächst das Interesse an langfristigen Anlageformen wie ETFs und Aktien.
„Beim langfristigen Vermögensaufbau geht es nicht darum, für alle denselben Weg vorzugeben“, sagt Musterfrau. „Entscheidend ist, die verschiedenen Möglichkeiten zu kennen und eine Lösung zu finden, die zu den eigenen Zielen und zur persönlichen Lebenssituation passt.“
Vertrauen
Beim Vertrauen liegen die Sparkassen weiterhin vorne. Das Vermögensbarometer zeigt, dass die Menschen ihr Geld weiterhin am ehesten einer Sparkasse anvertrauen würden.
„Dieses Vertrauen ist für uns Verpflichtung“, sagt Thomas Schnabel. „Gerade wenn finanzielle Entscheidungen komplexer werden, wollen wir unseren Kundinnen und Kunden Orientierung geben. Und zwar egal, ob digital oder persönlich. Denn welcher Weg der richtige ist, ist für jeden Menschen unterschiedlich.“
Das Vermögensbarometer wird seit 2005 erhoben. Zwischen dem 23. Juni und dem 14. Juli 2026 hat das Meinungsforschungsinstitut Kantar im Auftrag des DSGV bundesweit mehr als 4.800 Menschen ab 16 Jahren online zu ihren Finanzen befragt. Auf jedes Bundesland entfallen mindestens 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Vom Sparen zum Investieren: So gehen die Menschen mit ihrem Geld um
Die Menschen in Deutschland bewerten ihre aktuelle finanzielle Lage mehrheitlich als gut oder stabil. Doch zugleich wächst die Sorge vor einer Verschlechterung in den kommenden Jahren. Während junge Menschen optimistisch nach vorn schauen und häufiger mit einem konkreten Spar- oder Anlageplan vorsorgen, blicken insbesondere Frauen und die Generation ab 40 Jahren kritischer auf ihre finanzielle Zukunft.
Das sind die zentralen Ergebnisse des Vermögensbarometers 2026 „Vom Sparen zum Investieren“. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) führt diese repräsentative Umfrage seit 2005 jährlich anlässlich des Weltspartags durch. Die Ergebnisse 2026 zeigen, dass trotz gestiegener Preise und wirtschaftlicher Schwankungen die Sicherheit für viele Menschen weiterhin zählt.
Sparen bleibt wichtig – Investieren rückt stärker in den Blick
Das aktuelle Vermögensbarometer unterstreicht zudem, dass sich das Verständnis von Sparen erweitert: Es bedeutet heute auch, einen Teil des Ersparten langfristig anzulegen. Wertpapiere eröffnen dabei die Chance, am wirtschaftlichen Wachstum teilzuhaben und Schritt für Schritt eigenes Vermögen aufzubauen.
- Aktuelle Lage stabil, aber Verunsicherung wächst: 39 Prozent der Befragten bewerten ihre aktuelle finanzielle Lage als „gut“ oder „sehr gut“ (2025: 41 Prozent). Der Anteil der Unzufriedenen steigt auf 25 Prozent (2025: 23 Prozent). Besonders Frauen schätzen ihre Lage kritischer ein: 28 Prozent vs. 23 Prozent Männer.
- Junge Menschen bleiben Optimisten: 44 Prozent der 16- bis 39-Jährigen beurteilen ihre aktuelle Lage positiv. Bis 2028 rechnen sogar 67 Prozent der 16- bis 29-Jährigen mit einer Verbesserung ihrer finanziellen Situation, deutlich mehr als in jeder anderen Altersgruppe.
- Sparen mit Plan: Fast die Hälfte der unter 30-Jährigen verfolgt bereits einen Spar- oder Anlage-Plan. Sie haben verstanden: Wer früh beginnt, kann selbst mit kleinen Beträgen viel erreichen, denn Zeit ist ein entscheidender Faktor beim Vermögensaufbau.
- Wertpapiere bei Jüngeren stärker verbreitet: Aktuell besitzen 28 Prozent der Befragten Wertpapiere. Erfreulicherweise investieren junge Menschen sehr viel häufiger: Bei den 16- bis 29-Jährigen halten 34 Prozent Wertpapiere, bei den 30- bis 39-Jährigen sind es sogar 37 Prozent. Das zeigt eine positive Entwicklung bei der aktiven Vermögensbildung.
Altersvorsorge mit Wertpapieren
Die Notwendigkeit kapitalmarktbasierter Vorsorge rückt stärker ins Bewusstsein der Menschen. Die gesetzliche Rente muss durch betriebliche und private Vorsorge ergänzt werden. 64 Prozent der Befragten haben bereits etwas für ihre finanzielle Absicherung im Alter getan oder entsprechende Pläne dafür. Auch Aktien und ETFs gewinnen dabei an Bedeutung: Unter denjenigen, die vorsorgen oder dies planen, setzen 25 Prozent auf Aktien und 24 Prozent auf ETFs.
Mit dem geplanten staatlich geförderten Altersvorsorgedepot werden ab dem kommenden Jahr zudem neue Möglichkeiten für kapitalmarktbasierte Vorsorge entstehen. Auch kleinere regelmäßige Beiträge können durch staatliche Förderung an Bedeutung gewinnen.
Sparkassen verbinden digitalen Zugang und persönliche Beratung
Wer sich mit Wertpapieren beschäftigen möchte, kann dabei unterschiedliche Wege wählen. Mit S-Neo bieten die Sparkassen einen einfachen digitalen Zugang zum Wertpapiersparen über die App Sparkasse. Wer dagegen persönliche Beratung und Orientierung wünscht, kann diese weiterhin in der Sparkasse nutzen. So können Kundinnen und Kunden den Weg wählen, der zu ihren eigenen Zielen und Bedürfnissen passt.
